Getestet: der Rapsodo MLM2PRO Launch Monitor
Ein mobiler Launch-Monitor mit umfangreicher Datenerfassung für nur rund €600? Was kann das kleine Gerät wirklich und wo liegen die Unterschiede zu deutlich teureren Geräten? Ich teste das Gerät für Euch!
Januar 2026.
Es geht in meine dritte Golf-Saison - und ich kann es kaum erwarten endlich wieder bei besseren Bedingungen auf dem Platz zu sein. Auch bedingt durch den lange Zeit (bis Weihnachten) guten Platz-Zustand im Golfclub Oberalster war ich in diesem Winter bisher viel draußen und nur wenig in der Trackman-Box.
Da ich nach wie vor versuche mein Spiel weitgehend autodidaktisch zu verbessern (die letzte Trainerstunde hatte ich im Jahr 2024) habe ich mich zuletzt intensiv mit den Trackman-Daten der letzten Sessions befasst. Wenn man Bock darauf hat kann man daraus eine Menge lernen und versuchen Fehler zu beheben - aber Indoor-Golf in Hamburg ist schlichtweg auf Dauer eine recht teure Angelegenheit.
Daher habe ich mich auf den Weg gemacht ob es nicht einen Weg gibt auch beim regulären Training auf der Range mit mehr Daten zu arbeiten - und bin schnell in der Kategorie der mobilen Launch Monitore gelandet. Es ist ein riesiges Feld - preislich gibt es im Grunde eine Spanne von €250 für die kleinen Geräte von Rapsodo bis hin zu über €20.000 für einen richtig dicken Trackman.
Ich habe mir die Frage gestellt welche Daten für mich eigentlich relevant sind - und im Grunde genommen geht es mir um die folgenden Daten:
- Schlägerkopfgeschwindigkeit (club head speed)
- Längen / Distanzen (carry / total)
- Club-Path (der Weg zum Treffpunkt)
- Side-carry (die seitliche Abweichung des Schlages)
Mehr Daten oder Funktionen sind immer cool - und werden auch von den meisten Geräten abgedeckt. Ich konnte die Hersteller schnell eingrenzen auf Garmin, Foresight und Rapsodo Golf. Den Ausschlag für den Rapsodo MLM2PRO hat bei mir das Gesamtpaket aus dem handlichen Design, Funktionen und einem guten Preis/Leistungsverhältnis gegeben.
Aber wie läuft so ein Training mit dem Rapsodo Launch-Monitor ab und welches set-up ist erforderlich? Schon der erste Einsatz des Rapsodo MLM2PRO ist denkbar einfach. Das Gerät wird in einem kompakten case geliefert, ich habe es vor der ersten Nutzung einmal komplett aufgeladen und nach Installation der App mit meinem iPad verbunden. Kurzer Check ob die aktuelle Firmware vorhanden ist, dann macht es Sinn in der App die aktuell genutzten Schläger zu hinterlegen (sehr detailliert, wenn die Daten vorliegen). Auf der Range angekommen muss das Gerät vor jedem Training in drei Schritten korrekt platziert und ausgerichtet werden, damit Radar und Kamera auch den Ball im korrekten Fenster erfassen können. Dauert maximal 2-3 Minuten und dann kannst Du mit den ersten Schlägen starten.
Das Gerät hat diverse Trainingsfunktionen für Indoor und die Range, ich habe bisher folgende Modi genutzt:
- Range: hier wählst Du Deinen Schläger aus und machst wie gewohnt Deine Schläge. Jeder Schlag wird Dir direkt danach auf der virtuellen Range auf dem iPad angezeigt und analysiert. Auch die Flugbahn wird direkt und wie aus dem Indoor-Bereich gewohnt angezeigt - somit bekommst Du nach jedem Schlag Feedback und kannst darauf bewusst reagieren. Ein sehr cooles Feature (für mich kaufentscheidend) sind die zwei integrierten Hochgeschwindigkeits-Kameras: eine Kamera fokussiert in Zeitlupe den Ball und zeigt Dir wie Du mit der Schlagfläche an den Ball kommst. Die zweite nimmt Deinen gesamten Schwung auf - das kann schon extrem hilfreich sein! Grundsätzlich sammelt das Gerät im Range-Modus alle Deine Schläge und speichert sie in der App ab, später kann man sie dann im Detail auf der Rapsodo-Website analysieren und vergleichen.
- Target Range: aktuell mein absoluter Favorit! Dir werden auf einer virtuell eingeblendeten Range zufällig Ziele in einem vorher ausgewählten Distanzbereich vorgegeben. Zusätzlich sind diese auch oft durch Wasser oder andere Hindernisse erschwert direkt zu treffen - man muss sich also bei jeder vorgegebenen Distanz wie auf dem Platz mit der richtigen Schlägerwahl beschäftigen um die richtige Weite (carry) zu treffen. In diesem Modus macht das Training extrem viel Spaß und man merkt sehr schnell wo die Stärken und Schwächen liegen. Die Zeit auf der Range vergeht hiermit wie im Flug und man beschäftigt sich viel intensiver mit jedem Schlag als sonst - ein echter Mehrwert!
Die weiteren Modi sind unter anderem der Combine Test, ein Speed-Training und weitere. Stelle ich Euch in Kürze vor wenn der Schnee auf der Range geschmolzen ist!
Mein erstes Fazit nach einem Monat mit dem Rapsodo ist erstmal sehr positiv, mich bringt der Launch-Monitor definitiv dazu mehr und bewusster auf der Range zu trainieren. Ich habe eigentlich auch nur einen Kritikpunkt, von dem ich aber erwarte dass er eigentlich leicht abzustellen sein sollte: mir gingen schon mehrfach Schläge verloren die aufgezeichnet, aber nicht synchronisiert worden sind. Dies ist wohl ein generelles Problem und ein bisschen ärgerlich - wenn der Punkt abgestellt wird bin ich aber zu 100% zufrieden und spiele gerne die Saison 2026 im #teamrapsodogolf
Alle Details zum Rapsodo MLM2PRO findest Du auch hier:
Rapsodo Golf Launch Monitor
#rapsodogolf #mlm2pro #golftraining
Der Rapsodo MLM2PRO live auf der Range
Funktioniert auch wenn die echte Range im Schnee versinkt: eine Stunde Training mit dem Rapsodo MLM2PRO im Hamburger Winter
Ein Screenshot der Superzeitlupe mit der Impact-Kamera: wirklich gut zu erkennen wie man an den Ball kommt und wo der Ball getroffen wird.
Detailansicht der Random Target Range. Minimale und Maximale Distanzen werden zu Beginn ausgewählt.
Kleines Gerät - umfangreiche Funktionen: zwei Kameras und der Radar sind wirklich sehr kompakt untergebracht worden
Der Rapsodo Target-Range Modus: es werden zufällige Distanzen und Ziele ausgewählt für die du jeweils drei Schläge hast um möglichst zu treffen. Sehr realistisch, da man so trainiert die richtige Schlägerauswahl zu treffen.